Aktuell Lesenswertes

Eine aktuelle Studie brasilianischer Forscher konnte ein neuen Signalweg identifizieren, der Knochenschäden bei Rheumatoider Arthritis begünstigen könnte.

Weiterlesen: microRNA könnte Knochenschäden bei Rheumatoider Arthritis begünstigen

Könnte ein probiotisches Darmbakterium die Entstehung des autoimmunen Typ-1 Diabetes bei Kindern mit erhöhtem genetischen Risiko verhindern? Dieser Frage widmet sich ein Team internationaler Forscher mit Beteiligung der Universität Dresden und des Helmholtz Zentrums München in der neuen „Sint1a-Studie“, welche auf bisherigen Studienergebnissen der Arbeitsgruppen aufbaut. Für nähere Informationen und Teilnahmebedingungen möchten wir auf die offizielle Pressemitteilung verweisen. 

Hier weiterlesen: https://tu-dresden.de/tu-dresden/newsportal/news/neue-studie-will-entstehung-von-typ-1-diabetes-bei-kindern-verhindern

Mitglieder des Exzellenzclusters „Precision Medicine in Chronic Inflammation“ konnten erstmals ausreichende Immunantwort auf COVID-19-Impfstoff bei Patientinnen und Patienten mit immunsuppressiver Therapie nachweisen.

Hier weiterlesen: https://idw-online.de/de/news765606

Forscher der TU München konnten zeigen, dass ein überaktives RANK-Protein an der Oberfläche von B-Zellen zur Entstehung von Autoimmunerkrankungen beitragen konnte.

Quelle: https://www.medica.de/de/News/Redaktionelle_News/Ausl%C3%B6ser_f%C3%BCr_Autoimmunerkrankungen_und_Lymphdr%C3%BCsenkrebs_entdeckt

 

Die Sklerodermie ist eine entzündliche Autoimmunerkrankung, die mit Vernarbungen verschiedenster Organe (z.B. Haut, Herz, Nieren und Lungen) einhergeht und in vielen Fällen zu einem langsamen und sicheren Tod führt. Die Erkrankung ist zwar äußert selten, bislang jedoch nur unzureichend erforscht. Bis dato existiert keine wirkungsvolle Medikation. 

Vor allem die Lungenfibrose, also die fortschreitende Vernarbung von Lungengewebe im Rahmen der Autoimmunreaktion, ist die häufigste Ursache für Sterblichkeit und kann in manchen Fällen die Notwendigkeit einer Lungentransplantation bedingen.

Einer Kollaboration von Wissenschaftlern der Universität Michigan und Genetech ist es nun in in-vitro Experimenten gelungen, einen „Schuldigen“ für die zunehmende Lungenvernarbung zu identifizieren. Das Protein Osteopontin wird wohl im Rahmen der autoimmunen Entzündungsreaktion aus Fresszellen (Makrophagen) freigesetzt und scheint beim Vernarbungsprozess nicht nur eine tragende Rolle zu spielen, sondern auch eine prognostische Bedeutung für die zu erwartende Einschränkung der Lungenfunktion zu haben. Die Freisetzung von Osteopontin wird dabei von anderen entzündungsfördernden Proteinen (z.B. monocyte colony stimulating factor (M-CSF) und Interleukin-6 (IL-6)) verstärkt.

Entsprechend schlussfolgern die Wissenschaftler, dass Tocilizumab, ein Interleukin-6 Rezeptorantagonist, der in der Rheuma-Behandlung eingesetzt wird, geeignet sein könnte, die Osteopontin-Konzentrationen bei Sklerodermie-Patienten zu verringern. Dieser Verdacht ließ sich in einer multinationalen und Placebo-kontrollierten Studie, die in über 20 Ländern gleichzeitig durchgeführt wurde, schließlich auch bestätigen.

Osteopontin könnte somit ein vielversprechender Biomarker und ein attraktives Target für die Behandlung der Sklerodermie sein.

Quelle: https://labblog.uofmhealth.org/lab-report/protein-linked-to-progressive-lung-scarring-scleroderma-patients

Ein pflanzlicher Bestandteil des Ingwers könnte der Entstehung des Lupus und des Antiphospholipidsyndroms entgegenwirken. 

Weiterlesen: Ingwer-Bestandteil könnte vor Autoimmun-Erkrankungen schützen

Schwedische Wissenschaftler der Universität Gothenburg vermuten, dass mangelnde körperliche Betätigung das Risiko für die Entstehung der Schuppenflechte (Psoriasis) erhöht. Wenn männlichen Rekruten zu Beginn ihres Wehrdienstes eine mangelnde Fitness attestiert wurde, hatten diese im Alter ein bis zu 35% höheres relatives Erkrankungsrisiko.

Weiterlesen: Inaktivität in der Jugend begünstigt Psoriasis-Risiko im Alter

Eine neuartige Substanz, die von Wissenschaftlern der Oregon Health & Science University entwickelt wurde, könnte die Hüllstrukturen von Nervenzellen in Hirn und Rückenmark vor entzündlichen Schäden bewahren.

Weiterlesen: Neuroprotektive Substanz entdeckt – Einsatz bei der Multiplen Sklerose?

Eine aktuelle Publikation liefert neue und unerwartete Erkenntnisse darüber, warum sich beim Lupus erythematodes die Symptomlast unter der Einwirkung von UV-Licht verschlechtern könnte.

Weiterlesen: Wie könnte die Exposition gegenüber UV-Licht zur Lupus-Nephritis führen?

Eine aktuelle Studie von Wissenschaftlern der Universität von Georgia (USA) könnte eine Ursache dafür gefunden haben, weshalb das obstruktive Schlaf-Apnoe Syndrom (OSAS) mit dem Auftreten von Autoimmunerkrankungen zusammenhängen könnte. 

Weiterlesen: Schlafapnoe und Autoimmunerkrankungen – existiert ein Zusammenhang?

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