Aktuell Lesenswertes

Eine neuartige Substanz, die von Wissenschaftlern der Oregon Health & Science University entwickelt wurde, könnte die Hüllstrukturen von Nervenzellen in Hirn und Rückenmark vor entzündlichen Schäden bewahren.

Weiterlesen: Neuroprotektive Substanz entdeckt – Einsatz bei der Multiplen Sklerose?

Eine aktuelle Publikation liefert neue und unerwartete Erkenntnisse darüber, warum sich beim Lupus erythematodes die Symptomlast unter der Einwirkung von UV-Licht verschlechtern könnte.

Weiterlesen: Wie könnte die Exposition gegenüber UV-Licht zur Lupus-Nephritis führen?

Eine aktuelle Studie von Wissenschaftlern der Universität von Georgia (USA) könnte eine Ursache dafür gefunden haben, weshalb das obstruktive Schlaf-Apnoe Syndrom (OSAS) mit dem Auftreten von Autoimmunerkrankungen zusammenhängen könnte. 

Weiterlesen: Schlafapnoe und Autoimmunerkrankungen – existiert ein Zusammenhang?

Eine Kollaboration eines Teams der Translationalen Onkologie (TRON) der Johannes-Guttenberg Universität zu Mainz und des Unternehmens Biontech hat vor wenigen Tagen die Entwicklung eines mRNA-Impfstoffes bekanntgegeben, der die Entstehung der multiplen Sklerose (MS) im Tierversuch unterdrücken kann.

Weiterlesen: mRNA-Impfung schützt Mäuse vor Multipler Sklerose

Für Patientinnen, die vom Spektrum der interstitiellen Lungenerkrankungen (ILD) betroffen sind, stellt der Kinderwunsch eine oft hohe Hürde dar. Viele Patientinnen sorgen sich um den Erfolg der Schwangerschaft und um ihre eigene Gesundheit. Bislang ist die Datenlage zu dieser Thematik dünn, da Studien oft nur mit wenigen Patientinnen konzipiert wurden und dabei uneindeutige Ergebnisse lieferten. Amerikanische Forscher haben deshalb in einer größeren retrospektiven Arbeit (69 Patientinnen, 94 Schwangerschaften) versucht, die Risiken, welche die interstitiellen Lungenerkrankungen für Schwangerschaftsverläufe mit sich bringen, zu erfassen.

Hierzu sichteten die Wissenschaftler Daten aus dem Register des „Duke University Health System“ zwischen 1996 und 2019 und filterten die Fälle von Patientinnen, die eine Schwangerschaft durchlaufen haben, nachdem sie zuvor die Diagnose ILD (sekundär zu einer Autoimmunerkrankung) erhalten haben. Die Schwere der Verläufe wurde danach anhand von bestimmten Vitalparametern klassifiziert, die als Messgrößen der Lungenfunktion gelten.

70% der Schwangerschaften resultierten in Lebendgeburten und 10% der Schwangerschaften wurden abgebrochen. Das Risiko für die Entwicklung einer Präeklampsie, bei der es zu lebensgefährlich hohen Blutdrücken und Wassereinlagerungen bei der Mutter kommt, lag bei 15% (in der Normalbevölkerung 3-5% bei Erstgebärenden). Das Risiko für eine Komplikation aus dem Spektrum Präeklampsie, Frühgeburt vor der 36. Schwangerschaftswoche (SSW), SGA („small for gestational age“) bzw. Fehlgeburt lag mit 35% ebenfalls recht hoch. Allerdings wurden keine mütterlichen Todesfälle verzeichnet und bei nur 2 Schwangerschaften waren intensivpflichtige Maßnahmen erforderlich (Auszug, die vollständigen Ergebnisse sind in der Publikation ersichtlich).

Das Risiko für die Entwicklung einer Schwangerschaftskomplikation ist bei Patientinnen mit ILD demnach signifikant erhöht. Die Wissenschaftler vermuten anhand ihrer Daten, dass das dieses Risiko mit zunehmender Krankheitsschwere steigt. Die Chance für die Mutter, während der Schwangerschaft zu versterben, ist dabei jedoch relativ gering. Patientinnen, die an ILD leiden, sind deshalb prinzipiell für Schwangerschaften geeignet, sollten sich aber einer besonders strengen medizinischen Überwachung vor, während und nach der Schwangerschaft unterziehen.

Quelle: https://acrabstracts.org/abstract/pregnancy-outcomes-in-patients-with-interstitial-lung-disease/

Eine Studie amerikanischer Forscher legt nahe, dass sich während einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) Antikörper gegen den eigenen Körper bilden. Die Autoimmunreaktion ähnelt dabei den Pathomechanismen von bereits bekannten autoimmunen Erkrankungen (z.B. Lupus Erythematodes oder rheumatoide Arthritis). 

Weiterlesen: SARS-CoV-2 Infektion könnte Autoimmunität triggern

Autoimmunerkrankungen sind keine Seltenheit und in Anbetracht der aktuellen COVID-19 Pandemie fürchten viele Betroffene die zusätzliche Gefährdung durch eine Infektion. In einem aktuellen Artikel für das Rotary Magazin erläutern Prof. Dieter Kabelitz, Prof. Ulrich Fölsch (jeweils Vorstandsmitglieder der Deutschen Autoimmun-Stiftung) und Dr. Fabian Heizmann aktuelle Erkenntnisse und Empfehlungen zu autoimmunen Erkrankungen.

Eine neue Studie amerikanischer Forscher hat gezeigt, dass zirkulierende Autoantikörper die Bildung von Blutgerinnseln (Thrombosen) bei Patienten mit einer SARS-CoV-2 Infektion begünstigen können.

Weiterlesen: Autoantikörper könnten schwere Verläufe der SARS-CoV-2 Infektion verursachen

Forscher der Universität von Tsukuba (Japan) haben ersmals eine genetische Ursache für die sogenannten ANCA (Anti-Neutrophilen-Cytoplasmatische-Antikörper)-assoziierten Gefäßentzündungen beschrieben. Bei dieser Autoimmunerkrankung werden kleinste Blutgefäße durch sogenannte neutrophile Granulozyten zerstört, was in der Folge zu Organschäden (vor allem in der Niere und der Lunge) führt.

Die verschiedenen Unterformen der ANCA-assoziierten Vaskulitiden (AAV) sind die mikroskopische Polyangiitis (MP-AAV) und die Myeloperoxidase-ANCA-positive AAV (MPO-AAV). Beide lassen sich häufiger im asiatischen Kulturkreis nachweisen und sind hier stärker mit der Ausbildung einer interstitiellen Lungenfibrose assoziiert. Dies impliziert eine genetische Prädisposition, die das Auftreten dieser Erkrankungen bei Asiaten begünstigt.

Tatsächlich fanden die Wissenschaftler im Erbgut der Asiaten in den Genotypen TERT und DSP zwei Kandidaten, die neben dem Risiko für die Manifestation einer interstitiellen Lungenfibrose wohl auch die Wahrscheinlichkeit begünstigen, eine ANCA-assoziierte Gefäßentzündung zu entwickeln. Beide Krankheitszustände könnten demnach unabhängig oder „überlappend“ auftreten.

Die Forscher sind optimistisch, dass ein besseres Verständnis des unterschiedlichen Genoms von europäischen und ostasiatischen Menschen zum Verständnis seltener Erkrankungen beitragen wird. Die Identifizierung bestimmter Risiko-Genvarianten und derer nachgeschalteter Mechanismen könnte in Zukunft zu zielgerichteten molekularen Therapien führen, die helfen könnten, Erkrankungen wie die ANCA-assoziierten Vaskulitiden besser zu therapieren.

Quelle: https://www.news-medical.net/news/20201104/Researchers-identify-a-genetic-basis-for-ANCA-associated-vasculitis.aspx



Regulatorische T-Zellen sind Wächter des Immunsystems und dämpfen dessen Aktivität, wenn es nicht gebraucht wird. Bei vielen Betroffenen von Autoimmunerkrankungen scheint dieser Mechanismus nicht richtig zu funktionieren, was dazu führt, dass das Immunsystem den eigenen Körper attackiert (Autoimmunität).

Weiterlesen: Wissenschaftler entschlüsseln genetisches Netzwerk, das die Funktion regulatorischer T-Zellen bestimmt

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