Forscher der University of Houston berichteten kürzlich im Fachjournal Arthritis Research and Therapy, dass bestimmte Gerinnungsproteine im Urin von Patienten, die an Lupus-Nephritis (LN) leiden, erhöht sind. Die Eiweiße könnten somit zukünftig als Biomarker verwendet werden, um die Diagnose und Überwachung der Krankheit zu erleichtern.

Die Lupus-Nephritis ist eine häufige klinische Manifestation des systemischen Lupus Erythematodes (SLE) und eine große gesundheitliche Belastung für die Betroffenen. Trotz Fortschritten in der Therapie durch neue immunsuppressive Medikamente und Biologika stellen die Früherkennung und Überwachung der Erkrankung bislang nicht suffizient gelöste Herausforderungen dar. Der Goldstandard zur Diagnose der LN ist die Nierenbiopsie, die jedoch mit einem operativen Eingriff verbunden ist und nicht routinemäßig zur Diagnostik eingesetzt werden kann.

Da bei SLE- und LN-Patienten Störungen des Gerinnungssystems bekannt sind und die Häufigkeit thrombotischer Ereignisse bei SLE-Patienten erhöht ist, untersuchten die amerikanischen Wissenschaftler Gerinnungsproteine in Urinproben eines großen Kollektivs von LN-Patienten. Es zeigte sich, dass sowohl gerinnungsfördernde als auch gerinnungshemmende Proteine im Urin der Patienten erhöht waren. Unter diesen hatte Plasmin den stärksten unabhängigen Vorhersagewert für Funktion und Krankheitsstatus der Niere. Gerinnungsproteine aus dem Urin sind somit vielversprechende Biomarker für eine frühzeitige Diagnosestellung der LN und könnten künftig auch hilfreich bei der Evaluation zur Wirksamkeit von Therapien sein.

Quelle: http://www.uh.edu/news-events/stories/2019/august-2019/080619-mohan-lupus-nephritis-clots.php

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