Herkömmliche Bakterien, die sich im menschlichen Darm befinden, könnten teilweise daran beteiligt sein, das Antiphospholipidsyndrom auszulösen - eine schwere Autoimmunerkrankung, die häufig junge Frauen betrifft. Die Ergebnisse von Wissenschaftlern der Yale Universität aus den USA wurden kürzlich um Fachjournal „Cell Host and Microbe“ veröffentlicht.
Das Antiphospholipidsyndrom ist eine chronische Erkrankung, welche zu Lungengerinnseln, Schlaganfällen, Herzinfarkt und bei Schwangeren zu Fehl - oder Totgeburten führen kann.

Experimente an menschlichen Zellen und Tierversuche offenbarten, dass ein herkömmliches Darmbakterium namens Roseburia intestinalis die Krankheit bei Individuen auslösen kann, welche eine bestimmte genetische Veränderung aufweisen. Aufgrund dieser Besonderheit reagieren die Abwehrzellen des erworbenen Immunsystems auf ein gerinnungsaktives Blutprotein und ebenso auf bestimmte Aminosäuren, die dem beschriebenen Bakterium innewohnen. Da im Verlauf eine kontinuierliche Kreuzreaktion der Abwehrzellen mit diesen jeweiligen Auslösern einsetzt, kommt es langfristig zu Gewebeschäden und einem chronischen Krankheitszustand.

Die Identifizierung eines Darmbakteriums als „Verursacher“ des Krankheitsgeschehens könnte zum Einsatz von neuen Medikamenten für die betroffenen Patienten führen.

Quelle: https://medicalxpress.com/news/2019-06-common-gut-bacteria-trigger-lethal.html

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