Eine internationale Studie unter der Leitung des Karolinska Institutet liefert neue Erkenntnisse über die Rolle der regulatorischen T-Zellen beim Schutz vor Autoimmunerkrankungen. Durch die Kartierung der Ziele des Immunsystems bei Patienten mit der seltenen Autoimmunkrankheit IPEX konnten sie zeigen, dass regulatorische T-Zellen die Immuntoleranz im Darm kontrollieren. Die Ergebnisse wurden im Journal of Allergy and Clinical Immunology veröffentlicht.
Patienten, die vom seltenen IPEX-Syndrom betroffen sind, besitzen keine regulatorischen T-Zellen und entwickeln schwere Autoimmunerkrankungen. In Studien mit insgesamt 17 Betroffenen konnte eine Forschungsgruppe am Karolinska Institutet in Stockholm nun definieren, welche körpereigenen Moleküle vom Immunsystem attackiert werden, wenn regulatorische T-Zellen fehlen. Die Forscher nutzten ein Verfahren, das es ermöglicht, die Immunantwort gegen 9.000 Proteine parallel zu untersuchen.
In den Ergebnissen waren Darm-bezogene Proteine unter den identifizierten Zielmolekülen signifikant überrepräsentiert. Daraus lässt sich schließen, dass regulatorische T-Zellen eine besonders wichtige Funktion bei der Regulierung des Immunsystems im Darm haben. Auch das IPEX-Syndrom verursacht oft massive Entzündungen im Bereich des unteren Verdauungstraktes.
Die Wissenschaftler hoffen, dass die Ergebnisse die Diagnose von Patienten mit IPEX verbessern und gleichzeitig die Überwachung des Krankheitsverlaufes erleichtern werden.

Quelle: https://ki.se/en/news/rare-disease-gives-new-insight-into-regulatory-t-cell-function

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