Eine aktuelle Studie von Wissenschaftlern der Northwestern University, Feinberg School of Medicine in Chicago kommt zu dem Ergebnis, dass bei Patienten mit schubförmig-remittierender Multipler Sklerose eine Stammzelltransplantation helfen könnte, den Progress der Krankheit aufzuhalten.

Im Rahmen ihres Therapieansatzes gewannen die Forscher Stammzellen aus dem Blut ausgewählter Studienteilnehmer, um eine Art „Neustart“ des Immunsystems durchzuführen. Nach der Entnahme wurde das Immunsystem der Probanden mit Chemotherapeutika unterdrückt. Daraufhin wurden die Stammzellen wieder in den Patienten injiziert, um das Abwehrsystem zu reaktivieren und um für eine „Neuausrichtung“ der Immunantwort zu sorgen. Nach Abschluss der Behandlung wurden keine Medikamente mehr benötigt.

Rund 110 Patienten aus verschiedenen medizinischen Zentren in Großbritannien, den Vereinigten Staaten, Schweden und Brasilien wurden in die Untersuchungen mit einbezogen. Es konnte gezeigt werden, dass Probanden, die eine Stammzelltherapie erhielten, ein deutlich geringes Fortschreiten der Erkrankung aufwiesen als die Vergleichsgruppe, die sich einer konventionellen immunsuppressiven Therapie unterzog.
Größere Studien werden notwendig sein, um die gewonnen Erkenntnisse zu bestätigen. Sollte sich der positive Effekt der Stammzelltherapie erhärten, könnte dies zu einem Paradigmenwechsel in der Behandlung der Multiplen Sklerose führen.

Quelle: https://www.news-medical.net/news/20190116/Multiple-sclerosis-could-benefit-from-stem-cell-therapy.aspx

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