Bioelektronische Medizin – Eine therapeutische Alternative beim Lupus?

Zu den häufigsten Symptomen des systemischen Lupus erythematodes (SLE) gehören rheumaähnliche Gelenk- und Muskelbeschwerden, die bei über 95% der Erkrankten auftreten. Obwohl die Krankheit durch den Einsatz immunsuppressiver Medikamente weitestgehend therapierbar ist, kann eine ausreichende Symptomkontrolle bislang nicht für alle Patienten gewährleistet werden. Wissenschaftlern des Feinstein Institute for Medical Research (USA) ist es nun gelungen, mittels elektrischer Stimulation des Vagus-Nerven das muskuloskelettale Schmerzempfinden und Müdigkeit bei Patienten mit SLE zu verringern.

Der Vagus-Nerv entspringt dem Hirn und zieht als Teil des peripheren Nervensystems durch den Körper. Dabei nimmt er regulierenden Einfluss auf Organe wie Herz, Lunge und Verdauungstrakt und konnte in früheren Studien bereits mit der Linderung entzündlicher Prozesse in Verbindung gebracht werden.

In ihren Untersuchungen konnten die Forscher mithilfe eines eigen konzipierten Gerätes den Nerven durch das Ohr mit elektrischen Impulsen stimulieren, was im Patientenversuch bereits nach wenigen Tagen therapeutische Effekte erzielte. Obwohl weitere Untersuchungen einen klinischen Einsatz rechtfertigen müssen, sind die Autoren der Studie optimistisch, dass die bioelektronische Medizin die Therapie von Erkrankungen wie SLE in Zukunft verbessern könnte.

 

Quelle: www.northwell.edu

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