Sjögren-Syndrom

Bei der nach dem schwedischen Augenarzt Hendrik Sjögren benannten Erkrankung handelt es sich um eine sehr häufige Autoimmun-Erkrankung, von der vor allem Frauen betroffen sind.

Bei dieser Erkrankung wendet sich die körpereigene Abwehr gegen die exokrinen (nach außen absondernden) Drüsen, also unter anderem gegen die Speicheldrüsen und die Tränendrüsen des Auges.

Es werden zwei Formen der Erkrankung unterschieden:

Primäre Form: Sie tritt unabhängig von anderen Erkrankungen auf und stellt somit ein eigenständiges Krankheitsbild dar.

Sekundäre Form: Hierbei tritt die Erkrankung in Verbindung mit anderen entzündlichen Erkrankungen wie z.B. einer rheumatoiden Arthritis oder einem systemischen Lupus erythematodes auf.

Häufigkeit
Das Sjögren-Syndrom kommt in seiner Häufigkeit direkt nach der rheumatoiden Arthritis. Von dieser Erkrankung sind Frauen im Verhältnis 9:1 betroffen.

Symptome
„Sicca-Syndrom“: Austrocknung der Augen (Xerophthalmie) und des Mundes (Xerostomie)
Allgemeine Symptome wie übermäßige Müdigkeit
Durchblutungsstörungen in Finger und Zehen (Raynaud-Syndrom)

Diagnose
Die Diagnose des trockenen Mundes kann über die Entnahme einer kleinen Probe aus der Schleimhaut (Schleimhautbiopsie) gestellt werden.
Die Diagnose des trockenen Auges wird vom Augenarzt mit Hilfe des sog. Schirmer-Tests gestellt. Hierbei wird die Menge der Tränenflüssigkeit gemessen.

Komplikationen
Selten kommt es zu einer Vergrößerung der Lymphknoten, die über mehrere Zwischenstufen in einen Lymphknotenkrebs (Non-Hodgkin-Lymphom) übergehen kann.

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