| Morbus Wegener (Wegenersche Granulomatose)
Die Wegenersche Granulomatose fällt in die große Gruppe der Vaskulitiden (Entzündung von Blutgefäßen).
Wie diese Erkrankung entsteht, ist nach dem heutigen Kenntnisstand unklar. Bekannt ist, dass der Körper Antikörper (ANCAs = antineutrophile cytoplasmatische Antikörper) gegen Strukturen an der Zellwand von Gefäßzellen bildet und es so zu einer Entzündung der mittelgroßen Gefäße kommt.
| Häufigkeit |
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Die Häufigkeit des Morbus Wegener wird auf etwa fünf Fälle pro 100.000 Einwohner geschätzt. |
| Symptome |
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Bevorzugt in den Atemwegen beginnende, grobknotige (granulomatöse) Gefäßentzündungen |
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Entzündungen der Schleimhäute (Rhinitis, Sinusitis) |
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Allgemeine Symptome wie Fieber, Nachtschweiß, Gewichtsverlust |
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Späteres Übergreifen der Erkrankung auf andere Organe wie Auge und Niere |
| Diagnose |
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Die Diagnose erfolgt zum einen über den Nachweis der spezifischen Antikörper im Blut, zum anderen über eine Probeentnahme (Biopsie) aus einem der Knötchen mit anschließender feingeweblicher (histologischer) Untersuchung. |
| Komplikationen |
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Entzündung der Nierenkörperchen (Glomerulonephritis) mit eventuellem Funktionsverlust des Organs und Notwendigkeit zur Dialyse |
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Sehstörungen durch Befall der Netzhautgefäße |
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