Morbus Basedow

Der Morbus Basedow ist eine Autoimmun-Erkrankung, die sich gegen das Gewebe der Schilddrüse richtet und zu einer Überfunktion dieser führt. Sie tritt meistens nach dem 35. Lebensjahr auf und trifft überwiegend Frauen.

Benannt wurde sie nach ihrem Entdecker Karl Basedow, dem Amtsarzt der Stadt Merseburg, der sie 1840 erstmals beschrieb.

Als Ursachen für diese Erkrankung sind zum einen genetische Faktoren ausgemacht worden, zum anderen scheinen auch Virusinfektionen und andere äußere Faktoren eine Rolle zu spielen. Aus bisher noch nicht genau geklärter Ursache kommt es zu der Bildung von Antikörpern (TSH-R-Ak), die schilddrüsenstimulierend wirken.

Häufigkeit
Unter einem Morbus Basedow leidet ungefähr 1% der Bevölkerung

Symptome
Merseburger Trias: Hervortreten des Augapfels (Exophthalmus), Vergrößerung der Schilddrüse (Struma) und Herzrasen
Allgemeine Symptome wie Unruhe und Gewichtsverlust

Diagnose
Liegt der Verdacht eines Morbus Basedow vor, so müssen die Schilddrüsen-hormone im Blut bestimmt werden. Zeigen diese das charakteristische Bild und liegt die Merseburger Trias (s.o.) vor, so kann die Diagnose gestellt werden.

Komplikationen
Es kann zu einer extremen Entgleisung der Schilddrüsenhormone, einer „thyreotoxische Krise“, kommen, die eine intensivmedizinische Behandlung notwendig macht und tödlich enden kann.

 

Weitere Informationen finden Sie unter:

www.morbusbasedow.de (externer Link)

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