Atherosklerose (Arteriosklerose, Arterienverkalkung)

Untersuchungen an Mumien haben gezeigt, dass die Atherosklerose schon im alten Ägypten eine häufige Erkrankung war.

Neueste Erkenntnisse aus Laborversuchen zeigen, dass mögliche Ursachen für das Entstehen dieser Erkrankung im autoimmunen Bereich zu finden sind.

Bei der Atherosklerose kommt es nach einer kleinen Gefäßverletzung zu einer Anhaftung von Monocyten (eine Unterart der weißen Blutkörperchen) an die Gefäßwand. Dort werden sie zu Fresszellen (Makrophagen) und nehmen LDL-Cholesterin auf. So bilden sie Wandverdickungen (Thromben), durch die der Durchmesser der Gefäße an diesen Stellen sinkt. Das dahinter liegende Gewebe wird jetzt schlechter durchblutet. Kommt es zu einer Ablösung eines solchen Thrombus, können sich dann kleinere Gefäße, zum Beispiel ein Herzkranzgefäß, verschließen. Damit wird das hinter dieser Stelle liegende Gebiet komplett von der Blutversorgung abgeschnitten.

Häufigkeit
Bereits bei Jugendlichen finden sich diese atherosklerotischen Veränderungen. Klinisch auffällig werden die Patienten allerdings meist erst ab dem mittleren und höheren Lebensalter.
Die Atherosklerose und ihre Folgen stellt in den Industrienationen die häufigste Todesursache dar. Weit über die Hälfte der für die medizinische Betreuung zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel werden für die Folgen dieser Erkrankung ausgegeben.

Nicht beeinflussbare Risikofaktoren
Familiäre Belastung
Lebensalter
Männliches Geschlecht

Beeinflussbare Risikofaktoren
Fettstoffwechselstörungen (z.B. zu hohes LDL-Cholesterin)
Bluthochdruck
Diabetes mellitus („Zuckerkrankheit“)
Zigarettenrauchen

Mögliche Folgen
Angina pectoris
Herzinfarkt
Plötzlicher Herztod

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