Wir über uns

Deutsche  Autoimmun-Stiftung“

- Stiftung zur Bekämpfung von Autoimmun-Krankheiten –

 und die

„Deutsche Gesellschaft für Autoimmun-Erkrankungen e.V.“

 

Liebe Mitbürger,

viele hunderttausend Menschen im deutschsprachigen Europa und der übrigen Welt, die an einer Autoimmun-Erkrankung leiden, haben einen Traum; den Traum, wieder gesund zu werden oder doch wenigstens mit ihrer Krankheit erträglich leben zu können.

Autoimmun-Erkrankungen gehören zu den häufigsten chronischen Erkrankungen unserer westlichen Zivilisation. In jeder fünften deutschen Familie gibt es eine oder mehrere Autoimmun-Erkrankungen. Einige von ihnen, wie Rheumatoide Arthritis, Multiple Sklerose, Diabetes Mellitus, Sklerodermie, Colitis ulcerosa u.a. sind allseits bekannt und erfahren sowohl  in der Öffentlichkeit als auch in der Wissenschaft und Forschung die ihnen zustehende Aufmerksamkeit. Die meisten der mehr als 60 Autoimmun-Erkrankungen sind aber weitgehend unbekannt. Sie befinden sich in verschiedenen medizinischen Fachbereichen, in denen Sie aufgrund ihres geringen zahlenmäßigen Aufkommens eine untergeordnete  Rolle spielen.

Der Kampf gegen AIDS hat in den letzten 20 Jahren zu einer stürmischen Erforschung des Immunsystems geführt. Als 1998 die “Deutsche Gesellschaft für Autoimmun- Erkrankungen e.V.“ gegründet wurde, war die Flut des neuen Wissens bereits so groß, dass es zwischen den verschiedenen medizinischen Fachbereichen, in denen Autoimmun-Erkrankungen behandelt wurden, trotz  identischer Krankheitsursachen weder Erfahrungsaustausch noch Kooperation gab.

Vor diesem Scenario lag es nahe zu versuchen, das weltweite Basiswissen durch Gründung einer gemeinnützigen „Fördergesellschaft zur Behandlung von Autoimmun-Erkrankungen e.V. zu bündeln und die Entwicklung neuer erfolgversprechender Therapien durch Förderung interdisziplinärer und internationaler Zusammenarbeit zwischen den betroffenen Fachbereichen anzuregen und den Fortschritt der Forschung dadurch zu beschleunigen.

In diesem Kontext hat unsere Gesellschaft viele Projekte initiiert und gefördert - darunter vier große internationale interdisziplinäre Symposien mit Wissenschaftlern aus aller Welt, zwei vielbeachtete Workshops mit renommierten Stammzellforschern Europas, sowie Bücher und Veröffentlichungen in renommierten wissenschaftlichen Magazinen.

Unsere Initiativen haben in der Folgezeit erfreulicherweise mit der Gründung ähnlicher Fördergesellschaften und der Veranstaltung internationaler und interdisziplinärer Symposien weltweit erfolgreiche Nachahmung gefunden. Die Vernetzung internationaler Forschung und das Synonym „Interdisziplinär“ sind inzwischen nicht nur in der Medizin allgemeiner Sprachgebrauch geworden.

Zu einer wesentlichen Intensivierung der Therapieforschung über Autoimmun-Erkrankungen hat das Spendenaufkommen des Fördervereins bisher aber leider nicht gereicht.

Einige große Autoimmun Erkrankungen wie Diabetes Mellitus, Rheumatoide Arthritis und Multiple Sklerose haben eigene große Stiftungen, die mit vielen Initiativen, Patientenhilfe und wissenschaftlicher Forschung - inklusive eigener Stiftungslehrstühle - fördern können. Die mehr als 50 zahlenmäßig kleinen Autoimmun-Erkrankungen führen dagegen insbesondere in der Forschung ein „Aschenputtel-Dasein“.

Die „Deutsche Autoimmun-Stiftung“ hat sich zum Ziel gesetzt, mit Ihrer uneigennützigen Hilfe Zweitmittel zur Förderung der Erforschung und Behandlung des ganzen Spektrums aller Autoimmun-Erkrankungen, insbesondere der wenig beachteten zahlenmäßig kleineren Erkrankungen zu beschaffen.

Sie werden sich zu Recht fragen: „Sind das nicht eigentlich Aufgaben des Staates, die aus Steuergeldern bezahlt werden sollten? Im Prinzip haben Sie Recht. So funktioniert unser Gesellschaftssystem. Aber leider sind die Grenzen der staatlichen Regelungskraft und die Belastbarkeit der öffentlichen Budgets erreicht und nur noch durch Anhäufung weiterer Schulden zu Lasten der Zukunft aufrecht zu erhalten. Vielen Bürgern wird schmerzlich klar, dass nur noch verstärkte private Bürgerinitiative den notwendigen Ausgleich schaffen kann.

Sie werden weiter fragen, worauf sich der Optimismus gründet, mit einer Stiftung mehr erreichen zu können als zuvor mit einer gemeinnützigen Fördergesellschaft ?

Nun, erstens hat eine gemeinnützige Gesellschaft ein gewisses „Handicap“.

Sie ist gehalten das Spendenvolumen zeitnah auszugeben d.h. in der Regel innerhalb des Geschäftsjahres. Sonst verliert sie das Steuerprivileg. Gerade dieser Umstand macht aber viele Spender misstrauisch, und sie fragen sich, ob das Spendengeld am Jahresende auch immer sinnvoll ausgegeben wird, wenn es nicht im Vorhinein für bestimmte Projekte gesammelt worden ist.

Das ist bei einer Stiftung grundlegend anders. Abhängig vom Willen des Stifters/ Spenders sammelt die Stiftung das „zugestiftete“ Kapital und verwendet nur die Erträge. So kann im Laufe der Zeit - die ältesten Stiftungen in Deutschland gehen bis ins 9.Jahrhundert zurück - auch aus vielen kleinen Einzelbeträgen ein sehr großes Stiftungsvermögen entstehen, dessen Zinserträge Jahr für Jahr nahezu zeitlich unbegrenzt im Rahmen des Stiftungsauftrages verwandt werden können.

Die Idee einer Gemeinnützigen Stiftung gewinnt aber auch aus einem anderen Grund an Bedeutung. Der Zeitpunkt ist gekommen, an dem die Gründergeneration der Bundesrepublik abtritt und viele private Vermögen, die in den fleißigen Nachkriegsjahren angelegt worden sind, zur Erbschaft anstehen. Dabei werden einige Erbschaften nicht in den Schoß einer Familie fallen, sondern für altruistische Zwecke zur Verfügung stehen.

In seiner Rede zum Amtsantritt als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika 1961 forderte John F. Kennedy seine Landsleute auf:

Frage nicht, was Dein Land für Dich tut, sondern was Du für Dein Land tun kannst!“

Vielleicht können Sie dem Land etwas zurückgeben, was Ihnen in den Gründerjahren an Wohlstand zuteil wurde und sich damit in das Buch der Geschichte eintragen.

Der Dank vieler Hoffender wird Ihnen gewiss sein!

Karl M. Richter

Vorsitzender des Vorstands