Vitiligo (Leucopathia acquisita)

Bei der Vitiligo bilden sich an der Haut weiße, pigmentfreie Felcken, die meist langsam größer werden. Jedoch sind nur selten mehr als 25% der Hautoberfläche betroffen.

Die Erkrankung ist in keiner Art und Weise schmerzhaft oder bedrohlich, stellt aber für die Betroffenen in der Regel eine nicht unerhebliche psychische Belastung durch das kosmetische Problem dar.

Die genaue Ursache der Vitiligo ist noch unklar. Da sie aber überdurchschnittlich häufig mit anderen Autoimmunerkrankungen wie der Autoimmunthyreoidits oder der perniziösen Anämie zusammen auftritt und da bei einigen Patienten Autoantikörper gegen die pigmentbildenden Zellen der Haut (Melanozyten) nachgewiesen werden konnten, geht man von einer autoimmunen Genese der Erkrankung aus.

Häufigkeit

Von Vitiligo sind in etwa 0,5% der Bevölkerung betroffen. Typischerweise beginnt sie im frühen bis mittleren Erwachsenenalter.

In etwa 30% tritt sie familiär gehäuft auf.


Symptome

weiße, pigmentfreie Flecken an der Haut, die häufig langsam größer werden.


Diagnose
wird anhand des typischen klinischen Bildes gestellt.
Bestimmung der Schilddrüsenantikörper aufgrund der hohen Korrelation mit autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen.

Therapie
Behandlung der Haut mit Kortikosteroiden kann zu einer Repigmentierung von bis zu 75% führen.
Phototherapie mit UV-B-Licht. Nachteil hierbei ist die notwendige lange Behandlungsdauer von etwa einem Jahr.
Laut neueren Studien zeigen auch Calcineurininhibitoren (Tacrolimus) eine den Kortikosteroiden ähnliche Wirkung

Weitere Informationen finden Sie unter (externe Links):
Vitiligo-Portal (Internetangebot des Vitiligo-Bundes)

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