Typ-I-Diabetes mellitus

Jugendlicher Diabetes

Das aus dem Griechischen stammende Wort „Diabetes“ bedeutet soviel wie „Durchgang“. „Mellitus“ ist lateinischen Ursprungs und bedeutet „honigsüß“. Diabetes mellitus ist also der „honigsüße Durchfluss“. Dies bezieht sich auf den süßen Geschmack des Urins von Zuckerkranken, der erstmals im 17. Jahrhundert von einem englischen Mediziner beschrieben wurde.

Diese im Volksmund auch als „jugendlicher Diabetes“ bezeichnete Erkrankung führt dazu, dass der Körper Antikörper gegen die Inselzellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) bildet, sodass die insulinproduzierenden Zellen zerstört werden.

Heutzutage gilt als wahrscheinlich, dass bei der Entstehung dieser Erkrankung genetische Faktoren eine große Rolle spielen. Über 90% der Erkrankten haben bestimmte Oberflächenstrukturen (HLA-DR-3 und DR-4) auf ihren weißen Blutkörperchen und weisen bestimmte Autoantikörper (IAA, GADA und Ia-2A) auf. Des Weiteren stehen Virusinfektionen mit im Verdacht, diese Krankheit auszulösen.

Die Behandlung erfolgt durch die Zufuhr von Insulin.

Häufigkeit

Im westlichen Europa sind etwa 0,3% der Bevölkerung von einem Typ-I-Diabetes betroffen.

Symptome (des unbehandelten Typ-I-Diabetes)

  • starker Durst
  • Mattigkeit
  • Abgeschlagenheit
  • vermehrtes Wasserlassen
  • Juckreiz
  • Heißhunger.


Diagnose

Liegt der Verdacht eines Diabetes mellitus vor, so müssen Blutzucker- und Urinzuckerwert bestimmt werden. Nüchtern sollte der Blutzucker normalerweise unter 110 mg/dl liegen. Von einer diabetischen Stoffwechsellage wird ab einem Wert von 126 mg/dl gesprochen. Ist dies der Fall, so wird zur weiterführenden Diagnostik ein sog. oraler Glukosetoleranztest durchgeführt.

Komplikationen

  • Diabetische Retinopathie: Aufgrund von Durchblutungsstörungen in der Netzhaut kann es zur Erblindung kommen.
  • Diabetische Nephropathie: Auch die Nieren sind Durchblutungsstörungen unterworfen, die bis hin zum Nierenversagen und damit zur Dialysepflicht (Nierenersatztherapie) führen können.
  • Diabetischer Fuß: durch Durchblutungsstörungen hervorgerufene, schlecht heilende Wunden und Geschwüre an den Füßen, die eine Amputation notwendig machen können.

© 2012 Deutsche Gesellschaft für Autoimmun-Erkrankungen e.V. [ Copyright im Impressum ]
Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis [ Haftungshinweis im Impressum]
Umsetzung: www.jn-designmedia.com

Was sind Autoimmun - Erkrankungen?

Mit Autoimmun-Erkrankungen wird eine große Anzahl von Erkrankungen bezeichnet, die alle durch eine gleiche oder ähnliche Entstehung gekennzeichnet sind.

Wie entstehen Autoimmun - Erkrankungen?

Autoimmun-Erkrankungen sind durch eine falsche Programmierung des menschlichen Abwehrsystems gekennzeichnet.

Betroffene Körper- und Organsysteme

Praktisch jedes Körperorgan- oder Organsystem kann durch Autoimmun-Erkrankungen betroffen sein.

Behandlung von Autoimmun - Erkrankungen

In den letzten Jahren sind zahlreiche und viel versprechende neue Therapieansätze entwickelt worden.

Betroffene Körper- und Organsysteme

Praktisch jedes Körperorgan- oder Organsystem kann durch Autoimmun-Erkrankungen betroffen sein.

Aktuelle Informationen zu Autoimmun-Erkrankungen

Andere Krankheiten:
Alopecia areata
Antiphospholipid-Syndrom
Anämie, perniziöse
Arteriitis temporalis
Atherosklerose
Autoimmuninsuffizienz, polyendokrine
Autoimmuninsuffizienz, polyendokrine
Churg-Strauss-Syndrom
Colitis ulcerosa
CREST-Syndrom
Dermatomyositis
Fibromyalgie
Gastritis, chronische autoimmune
Goodpasture-Syndrom
Guillain-Barré-Syndrom (GBS)
Hashimoto-Thyreoiditis
Hepatitis, autoimmune
Juvenile rheumatoide Arthritis
Kryoglobulinämie, essentielle
Kälteagglutininkrankheit
Lichen sclerosus (LS)
Lyme-Arthritis
Mischkollagenose
Morbus Addison
Morbus Basedow
Morbus Bechterew
Morbus Behçet
Morbus Crohn
Morbus Wegener
Morbus Werlhof
Multiple Sklerose
Myasthenia gravis (MG)
Pemphigus vulgaris
Polymyalgia rheumatica
Polymyositis
Polyneuropathie
Psoriasis
Reiter Syndrom
Rheumatisches Fieber
Rheumatoide Arthritis
Sarkoidose
Sjögren-Syndrom
Sklerodermie
Stiff-Man-Syndrom (SMS)
Systemischer Lupus erythematodes (SLE)
Takayasu Arteriitis
Typ-I-Diabetes mellitus
Vitiligo (Leucopathia acquisita)
Zöliakie