Wie werden Autoimmun-Erkrankungen behandelt?

Ein wichtiges Grundprinzip in der Behandlung von Autoimmun-Erkrankungen ist die Unterdrückung der körpereigenen Abwehr.

Die Unterdrückung der körpereigenen Abwehr ist bei Autoimmun-Erkrankungen sinnvoll, um den Angriff des Abwehrsystems auf das körpereigene Gewebe zu bremsen. So kann der weiteren Zerstörung von körpereigenem Gewebe Einhalt geboten werden. Substanzen und Medikamente, die eine Unterdrückung des Immunsystems bewirken, werden „Immunsupressiva“ genannt.

Durch die Unterdrückung des Immunsystems entstehen jedoch typische Probleme:

Gleichzeitig mit der Minderung der unerwünschten Aktivitäten des Abwehrsystems wird die notwendige Schutzfunktion der körpereigenen Abwehr unterdrückt: je effektiver die Immunsuppression zum Schutz der angegriffenen Organe ist, um so schutzloser macht sie den Organismus für die Bekämpfung von Infektionen. Bisher gibt es nur ganz vereinzelte Ansätze, diese Problematik zu umgehen.

Die Unterdrückung des Immunsystems erfolgt dabei in der Regel nach einem Stufenschema, angepasst an den Schweregrad der jeweiligen Erkrankung. Zweck der verschiedenen Stufenschemata ist es, die Behandlung so kurz und dabei so effektiv wie möglich zu gestalten. Das Therapieziel ist dabei, zumindest eine deutliche Besserung der Symptome zu erzielen oder die Erkrankung zu einem Stillstand (Remission) zu bringen. Wenn möglich, will man in den Phasen der Remission oder Besserung mit möglichst wenig oder gar keinen Immunsupressiva auskommen.

Häufig verwendete Medikamente sind:
Link zur Information Kortison in wechselnden Dosierungen, häufig über lange Zeit
Link zur Information Aspirin-Abkömmlinge (Azulfidine)
Link zur Information mäßig aggressive Immunsuppressiva (Chloroquin / Methotrexat)
Link zur Information Zellgifte (Azathioprin / Cyclophosphamid)
Link zur Information Kombinationsbehandlungen


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Wie entstehen Autoimmun-Erkrankungen?
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  Weit mehr als 60 Autoimmun-Erkrankungen sind bekannt. Praktisch jedes Körperorgan- oder Organsystem kann betroffen sein. Während einzelne Autoimmun-Erkrankungen sehr selten sind, gehören andere zu den sogenannten Volkskrankheiten. Bei einigen Erkrankungen ist oft nicht bekannt, dass es sich überhaupt um eine Autoimmun-Erkrankung handelt.
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