| Wie werden Autoimmun-Erkrankungen behandelt? Ein wichtiges Grundprinzip in der Behandlung von Autoimmun-Erkrankungen ist die Unterdrückung der körpereigenen Abwehr.
Die Unterdrückung
der körpereigenen Abwehr ist bei Autoimmun-Erkrankungen
sinnvoll, um den Angriff des Abwehrsystems auf das körpereigene
Gewebe zu bremsen. So kann der weiteren Zerstörung
von körpereigenem Gewebe Einhalt geboten werden.
Substanzen und Medikamente, die eine Unterdrückung
des Immunsystems bewirken, werden „Immunsupressiva“
genannt.
Durch die Unterdrückung des Immunsystems entstehen jedoch typische Probleme:
Gleichzeitig mit der Minderung der unerwünschten Aktivitäten des Abwehrsystems wird die notwendige Schutzfunktion der körpereigenen Abwehr unterdrückt: je effektiver die Immunsuppression zum Schutz der angegriffenen Organe ist, um so schutzloser macht sie den Organismus für die Bekämpfung von Infektionen. Bisher gibt es nur ganz vereinzelte Ansätze, diese Problematik zu umgehen.
Die Unterdrückung des Immunsystems erfolgt dabei
in der Regel nach einem Stufenschema, angepasst an den
Schweregrad der jeweiligen Erkrankung. Zweck der verschiedenen
Stufenschemata ist es, die Behandlung so kurz und dabei
so effektiv wie möglich zu gestalten. Das Therapieziel
ist dabei, zumindest eine deutliche Besserung der Symptome
zu erzielen oder die Erkrankung zu einem Stillstand
(Remission) zu bringen. Wenn möglich, will man
in den Phasen der Remission oder Besserung mit möglichst
wenig oder gar keinen Immunsupressiva auskommen.
| Häufig verwendete Medikamente sind: |
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Kortison in wechselnden Dosierungen, häufig über lange Zeit |
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Aspirin-Abkömmlinge (Azulfidine) |
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mäßig aggressive Immunsuppressiva (Chloroquin / Methotrexat) |
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Zellgifte (Azathioprin / Cyclophosphamid) |
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Kombinationsbehandlungen |

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