Neues Testverfahren verbessert die Diagnostik der rheumatoiden Arthritis
| Neues Testverfahren verbessert die Diagnostik der rheumatoiden Arthritis |
| D.H. 01.11.2004 |
Je früher die rheumatiode Arthristis - das klassische Gelenkrheuma - erkannt wird, desto effektiver lässt sich die Erkrankung behandeln. Dagegen trifft eine verzögerte Therapie Patienten doppelt: die Wirksamkeit der Medikamente ist vermindert und Entzündungsprozesse greifen schon früh die Gelenke an - mit bleibenden Auswirkungen.
Nach wie vor wird zur Diagnose der rheumatioden Arthritis überwiegend die Bestimmung des heumafaktors genutzt. Doch die Aussagekraft dieses Verfahrens gilt als begrenzt. Gelenkrheuma lässt sich in der frühen Phase damit nur bei rund 40 Prozent der Patienten sicher nachweisen.
Wesentlich genauer geben Antikörper Auskunft, die sich gegen die Eiweißverbindung Cyclisches Citrulliniertes Peptid (CCP) richten. Der CCP-Antikörper-Test ist deutlich seltener falsch positiv als der Rheumafaktor. Mit diesem neuen Testverfahren erhalten etwa die Hälfte aller RA-Patienten die richtige Diagnose, bei denen der Rheumafaktor versagt.
Der gezielte Einsatz des CCP-Antikörper-Tests, könnte den Rheumafaktor als Methode zur Erkennung der rheumatoiden Arthritis ablösen. Neue Diagnosemethoden brauchen jedoch oft Jahre, bis sie in der täglichen Praxis zur Anwendung kommen. Zum Leidwesen der Patienten, denn Rheuma ist keine langsam einsetzende Erkrankung, sondern eine internistische Akutsituation, deren frühzeitiges Erkennen Voraussetzung für eine optimale Behandlung ist.
Am 4. und 5. November wird der renommierte Essener Rheuma-Experte PD Dr. Christof Specker von 18.00-20.00 Uhr im Live-Chat des Kompetenznetzes Rheuma sein. Er steht für den offenen Dialog mit Patienten und Ärzten zur Verfügung und beantwortet gerne auch allgemeine Fragen rund um das Thema Rheuma. PD Dr. med. Christof Specker war viele Jahre im Rheumazentrum der Universitätsklinik Düsseldorf tätig und ist jetzt leitender Arzt der Klinik für Rheumatologie im Rheumazentrum Westliches Ruhrgebiet an der Klinik Essen Süd.
Das Kompetenznetz Rheuma ist eine vom Bund geförderte Interessensgemeinschaft von Forschern und Klinikern. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, die rheumatolo-gische Forschung zu koordinieren und den Transfer von wissenschaftlichen Ergebnissen in die Patientenversorgung zu beschleunigen. Auf dem Internetportal www.rheumanet.org des Kompetenznetzes Rheuma finden für Betroffene, Ärzte und die interessierte Öffentlichkeit regelmäßig Experten-Chats statt. Die Termine werden auf den Internetseiten veröffentlicht.
Geschäftsstelle Kompetenznetz Rheuma:
Dr. Cornelia Rufenach
Tel. 030/ 450 513 372, Fax 030/ 450 513 988,
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Quelle: Informationsdienst Wissenschaft - idw - Pressemitteilung
http://idw-online.de/pages/de/news88188
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