Einfluß einer Selen-Substitution auf den Verlauf einer Autoimmunthyreoidtitis
| Einfluß einer Selen-Substitution auf den Verlauf einer Autoimmunthyreoidtitis |
| G.A.R. 20.08.2004 |
Frau Barbara Gasnier hat sich an der Medizinischen Fakultät LMU München in ihrer Dissertation (2002) mit dem Einfluß einer Selen-Substitution auf den Verlauf einer Autoimmunthyreoditis befaßt. Es wurde eine placebokontrollierte Studie an 70 Patienten mit AIT durchgeführt. Von diesen erhielten 36 Patienten drei Monate lang 200 µg Natriumselenit pro Tag; 34 erhielten Placebo.
Es konnte gezeigt werden, daß sowohl die TPO-AK-Konzentration als auch die Aktivität der Erkrankung signifikant gesenkt wurde, daß sich die Perfusion, Autoantikörper-Konzentrationen und das sonographische Bild der Schilddrüse normalisierten -in derPlacebogruppe nur bei 2 von 34 Patientinnen. Die Schilddrüsenhormonwerte veränderten sich nicht.Es kam zu einer hochsignifikanten Verbesserung des subjektiven Wohlbefindens, die mit dem Serum-Selenspiegel korrelierte. Mit dieser Studie wird nachgewiesen, daß eine signifikante Senkung der Entzündungsaktivität bei einer schilddrüsenspezifischen Autoimmunerkrankung durch Selensubstitution möglich ist.
Die Autorin stellt schlußendlich folgende Fragen: Lassen sich diese Ergebnisse auf andere organspezifische Autoimmunerkrankungen, wie z.B. Diabetes mellitus Typ 1, Lupus erythematodes, Pernizöse Anämie, Viltiligo etc. übertragen? Kann in diesem Zusammenhang durch Selen-Substitution vorbeugend die Entstehung von Folgeerkrankungen im Rahmen des Syndroms der polyglandulären Autoimmun-Erkrankungen (PGA) verhindert werden?
Die Dissertation kann unter dem anführten Link eingesehen werden.
Folgende Parameter wurden erfaßt:
Verlauf der TPO-AK-Konzentrationen im Serum
Verlauf derTGAK-Konzentrationen
Ft3- und Ft4-und TSH-Plasmanspiegel
Perfusionausmaß und Echomuster der Schilddrüse
Lebensqualität anhand eines SF 12-Fragebogens
http://edoc.ub.uni-muenchen.de/archive/00000751/
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