Aufbau des Zentrums für Multiple Sklerose im Kindes- und Jugendalter
| Aufbau des Zentrums für Multiple Sklerose im Kindes- und Jugendalter |
| G.A.R. 25.01.2008 |
Entscheidende Fortschritte in der Behandlung von MS-kranken Kindern und Jugendlichen lassen sich nur erzielen, wenn Erkenntnisse systematischer Forschung, innovative Therapien und aktuelle Informationen zur kindlichen MS gebündelt werden.
Die Universitätsmedizin Göttingen hat am 11. Juni 2007 den Aufbau eines "Deutschen Zentrums für Multiple Sklerose im Kindes- und Jugendalter" bekannt gegeben.
Jedes Jahr erkranken in Deutschland etwa 200 Kinder und Jugendliche neu an Multipler Sklerose (MS). Die Tendenz ist steigend. Die möglichen Folgen der Erkrankung sind Behinderungen der Koordination wie Seh- und efühlsstörungen sowie Lähmungen der Arme und Beine. Bis heute ist Multiple Sklerose nicht heilbar. Die Ursachen dieser Erkrankung sind noch weitgehend unbekannt. Je früher eine Behandlung beginnen kann, umso größer sind die Chancen, einer schweren Behinderung vorzubeugen. Da klinische Studien für Kinder und Jugendliche fehlen, orientiert sich die Behandlung MS-kranker Kinder und Jugendlicher an den Therapierichtlinien der Erwachsenenmedizin.
Doch die Diagnose von MS bei Kindern mit ihren Besonderheiten bei der körperlichen und psychischen Entwicklung erfordert besondere Behandlungsverfahren.
Die Universitätsmedizin Göttingen errichtet deshalb die Einrichtung des "Deutsches Zentrum für Multiple Sklerose im Kindes- und Jugendalter" . Dieses Projekt kann nur mit Spenden- und Fördermitteln verwirklicht werden.
Die Universitätsmedizin Göttingen ist schon heute deutschlandweit richtungsweisend in der Therapie von MS-kranken Patienten und federführend bei der Behandlung von MS-kranken Kindern. Sie ist einer der herausragenden Forschungsstandorte der Neurowissenschaften in Deutschland. Die Multiple Sklerose ist ein Schwerpunkt dieser Forschungsaktivitäten und hat durch das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung geförderte Institut für Multiple-Sklerose-Forschung eine besondere Bedeutung gewonnen.
Geplant ist der Aufbau des "Deutschen Zentrums für MS im Kindes- und Jugendalter" ab dem Jahr 2008. Für einen Zeitraum von 10 Jahren werden insgesamt fünf Millionen Euro Finanzmittel benötigt. In einem ersten Schritt (von 2008 bis 2012) sind die beiden tragenden Säulen, die "Behandlung und Beratung" der MS-kranken Kinder sowie die "Forschung", aufzubauen. In einem zweiten Schritt (ab 2013) soll eine Stiftungsprofessur zur Sicherstellung der Nachhaltigkeit eingerichtet werden.
Spendenkonto:
Universitätsmedizin Göttingen,
Spendenkonto 14 20, Sparkasse Göttingen, BLZ 260 500 01
Verwendungszweck: MS-Zentrum für Kinder
www.kinder-mszentrum-goettingen.de
Quelle:
idw
Universitätsmedizin Göttingen - Georg-August-Universität
http://www.med.uni-goettingen.de/content/mszentrumkinder.html
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