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Infliximab in der Therapie der Psoriasis vulgaris
Infliximab in der Therapie der Psoriasis vulgaris
D.S. 08.11.2005
Eine kürzlich im Lancet vorgetellte Studie hat dafür gesorgt, dass der monoklonale TNF-alpha-Antikörper Infliximab nun auch zur Therapie der Psoriasis vulgaris zugelassen wurde.  
Bei Infliximab handelt es sich um einen Wirkstoff, der schon seit längerem erfolgreich in der Behandlung der rheumatoiden Arthritis eingesetzt wird. Durch eine Blockade des TNF-alpha (Tumornekrosefaktor alpha) kommt es zu einer hochwirksamen Blockade von Entzündungsprozessen im Körper.
Dass es sich bei Infliximab um ein bei der Psoriasis wirksames Medikament handelt, ist bekannt gewesen. Seit letztem JAhr liegt eine Zulassung für das Medikament bei psoriasiformen Gelenkbeschwerden vor.
Durch die nun veröffentlichte Studie konnte auch eine Wirkung auf die Psoriasis vulgaris belegt werden.  
Für die "European Infliximab for Psoriasis Efficacy and Safety Study" (EXPRESS) wurden insgesamt 378 Patienten untersucht und eingeschlossen. Sie alles litten unter einer mittelschweren bis schweren Psoriasis. So waren die Einschlusskriterien ein PASI-Score (“Psoriasis area and Severity Index”) von mindestens zwölf Punkten sowie ein Befall von wenigstens zehn Prozent der Körperoberfläche. Im Rahmen der Studie erhielten die Probanden zu Studienbeginn, nach zwei und sechs Wochen und danach im Abstand von jeweils acht Wochen Infusionen mit Infliximab oder einem Placebo. Die Studie lief insgesamt über einen Zeitraum von 46 Wochen.  
Die Ergebnisse der Untersuchung können sich sehen lassen: nach einem Beobachtungszeitraum von zehn Wochen kam es bei 80 Prozent der mit Infliximab behandelten Patienten zu einer mindestens 75-prozentigen Verbesserung ihres Basis-PASI-Wertes. 57 Prozent der Orbanden in der Verum-Gruppe konnten sogar eine mindestens 90-prozentige Verbesserung aufweisen. Im Vergleich hierzu fielen die entsprechenden Daten in der Placebo-Gruppe mit einem und drei Prozent entsprechend schlecht aus.
Die positive Wirkung des Medikaments hielt mindestens bis nach der 24. Woche an. In den meisten Fällem sogar bis zur 50. Woche.
Am beeindruckensten ist jedoch, dass es einem Viertel der Patienten (!) unter der Therapie mit Infliximab zur vollständigen Remission der Hauterscheinungen kam (PASI Wert bei 0).  
Die Studie kann also insgesamt als sehr großen Erfolg gewertet werden. Welchen Stellenwert diese Therapieform im GEsamt-Therapieregime einnehmen wird, ist noch unklar, da vergleichende Studien noch fehlen. Da es unter einer Therapie mit Infliximab aber zu schweren Infektionen kommen kann, was gerade bei der Psoriasis eine gefürchtete Komplikation darstellt, wird es sich wahrscheinlich zu einer sogenannten "Second-line"-Therapieoption entwickeln, die beim Versagen der anderen reichhaltig zur Verfügung stehenden Optionen (u.a. Retinoide, Fumarsäureester, Methotrexat, PUVA) zum Einsatz kommen kann.
http://www.thelancet.de/artikel/791682




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